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Die typische Kampagne der jüngsten Shooter-Hits ( Modern Warfare 3 , Battlefield 3 ) nimmt den Spieler an die Hand und zerrt ihn auf vordefinierten Pfaden von Checkpoint zu Checkpoint, wo er geskriptete Ereignisse bestaunen darf. Doch während Titel wie Battlefield 3 neugierige Solisten schon dafür bestrafen, wenn sie sich ein paar Meter vom Weg entfernen, ist die Far-Cry-Reihe der Gegenentwurf und für Individualisten gedacht, die lieber in Abenteurerurlaub-Manier erforschen statt in rigiden Pauschaltourismus-Strukturen zu ballern. Dieser »360-Grad-Ansatz« soll Far Cry 3 vom PC-Shooter-Heer abheben. Und so flockig-fluffig diese Phrase auch klingt, beschreibt sie doch nichts anderes als eine Rückbesinnung auf die schon 2004 gestreute Saat der Serie. Bei Far Cry handelt es sich um eine deutsche Erfindung, doch die Crytek-Eltern veräußerten die Rechte an der Serie an Ubisoft, um sich anschließend auf Crysis zu konzentrieren. Erforschen und entdecken Zwar basiert der nächste Serienspross auf der Dunina-Engine von Far Cry 2 , aber die Fortsetzung erinnert in vielerlei Hinsicht mehr an den Crytek-Serienauftakt. Und das nicht nur wegen des Schauplatzes: Nach dem Afrika-Abstecher in Far Cry 2 geht's wieder auf ein tropisches Eiland, im Laufe der Handlung besuchen wir auch einige Anrainer-Inseln. Far Cry 3 : Unbemerkt konnte Storyheld Jason Brody ein Patrouillenboot entern und hat nun großen Spaß mit dem Bord-MG. Unbemerkt konnte Storyheld Jason Brody ein Patrouillenboot entern und hat nun großen Spaß mit dem Bord-MG. Eine zoomende Fotokamera hilft, um das Terrain auszuspionieren und dann anhand der Feindverteilung einen Schlachtplan auszuhecken. Eine ständig sichtbare Mini-Map zeigt dabei die Position und Entfernung des nächsten Missionsziels an. Wenn unser Held unbemerkt aus dem Wasser auftaucht, sich im Schleichgang an eine Wache ran pirscht, um diese mit einem Messerstoß geräuscharm auszuschalten, fühlt man sich als Fan des ersten Teils wieder wie zuhause. Doch acht Jahre und ein paar Engines später ist nicht nur die Spielwelt detaillierter und abwechslungsreicher. Mit Ressourcensystem, Nebenmissionen, Erfahrungspunkten und Skills will Far Cry 3 auch außerhalb des Kampfgeschehens spielerisch vielseitig sein; erforschen und entdecken soll Spaß machen und sich lohnen. Erlernen und verbessern Erfahrungspunkte sammeln wir nicht nur über über erfolgreich gemeisterte Missionen, jeder einzelne besiegte Feind steigert in bester Rollenspiel-Manier unsere Punkte. Sind genug gesammelt für einen Stufenanstieg, können wir bestimmte Boni und Fähigkeiten freischalten. Vorzeigbar war das Menü mit den Sonderfähigkeiten noch nicht, also haben wir Level Design Director Mark Thompson danach gefragt. Der erklärt den Sinn des Systems damit, dass Held Jason eben kein ausgebildeter Söldner, sondern ein ganz normaler Typ ist, der nach und nach das Kämpfen lernen muss: »Die Kampagne ist sehr lang, dabei wollen wir den Spieler immer wieder mit neuen Dingen fordern.« Die Skill-Auswahl soll unterschiedliche Vorteile für die Spielweisen »laut, dicke Knarren, große Explosionen« und »heimlich, listig, leise« enthalten. Zum Beispiel immer wieder neue so genannre Takedown-Varianten, die man ausführen kann, wenn man sich unbemerkt herangepirscht hat. Thompson nennt ein Beispiel: »Im Skill-Menü kannst du die Stealth-Fähigkeit freischalten, das Messer auf einen zweiten Gegner zu werfen, gleich nachdem ein erstes Opfer ausgeschaltet wurde. Ähnliche Zusatzskills wird es auch in einem mehr Action-orientierten Talentbaum geben.« Jenseits der mindestens 20 Stunden währenden Hauptstory soll die Spielwelt reichlich Nebenmissionen bieten. Wir können zum Beispiel das nächste Dorf besuchen, mit den Einheimischen plaudern und Jobs annehmen. Geld und Rohstoffe helfen im Überlebenskampf. Über 40 Waffen sollen im Spielverlauf zugänglich werden, die sich durch käufliche Upgrades modifizieren lassen. Spieldesigner Andrea Zanini erklärt: »Einige Waffen sind besser dafür, alles in die Luft zu jagen; andere eher für einen Schleich-Spielstil prädestiniert. Wir geben dir aber die Mittel, um eine Waffe mehr deinem Spielstil anzupassen. Du willst zum Beispiel mit einer Pistole weniger Krach machen? Schraub' einen Schalldämpfer dran. Mehr Genauigkeit gefällig? Kauf' einen Stabilisator. Mehr Reichweite? Da hilft ein Zielfernrohr-Aufsatz.« Blumen pflücken Lead Game Designer Jamie Keen kümmert sich vor allem darum, die offene Spielwelt jenseits der Storymissionen spannend und verlockend zu machen. Zu den Inspirationsquellen des Teams gehören neben den Far-Cry-Vorgängern auch Weltoffenheits-Paradebeispiele wie das Rollenspiel The Elder Scrolls 5: Skyrim: »Unsere Aufgabe ist es, die Neugier des Spielers zu wecken, ihn dazu verführen, die Welt entdecken zu wollen - und ihn dafür zu belohnen. Bei unseren Tests mit Far Cry 3 haben wir es bisher bei jedem Spieler erlebt, dass er etwas Interessantes sieht und nachforschen will. Für mich ist das immer der Moment, in dem das Spiel wirklich zum Leben erweckt wird.« Als Beispiele für Sehenswürdigkeiten, die uns vom direkten Storymissionen-Abklapperpfad abbringen sollen, nennt Andrea Zanini Begegnungen mit anderen Charaktere, das Wrack eines abgestürzten Flugzeugs oder geheimnisvolle Dschungelruinen. Das Sammeln von Ressourcen ist eine weitere einträgliche Nebenbeschäftigung. Wir können bestimmte Pflanzen pflücken sowie Tiere jagen, häuten und deren Felle verkaufen. Dabei sind unterschiedliche Risiken zu beachten, eine Bergziege zu erlegen ist weniger gefährlich als eine Begegnung mit einem Komodowaran oder einer hungrigen Dschungelkatze: »Wenn du ein paar Augen in der Dunkelheit glühen siehst, ist es an der Zeit, die Machete rauszuholen«, berät uns Thompson. Geplant sind auch Aktivitäten wie Pokerpartien in der nächsten Kneipe oder Renn- und Schießaufgaben in freier Wildbahn. Hat hier gerade jemand Red Dead Redemption (erschien nur für Konsolen) gesagt
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